Ficus lyrata
„Geigenfeige“Familie/Gruppe: Bäume & Großgrün — Register-Nr. 101
Die Geigenfeige hat sich in den letzten Jahren zu einer der gefragtesten Zimmerpflanzen im Interior-Design entwickelt, vor allem wegen ihrer riesigen, geigenförmigen Blätter mit auffällig hervortretender Blattäderung. Ursprünglich aus den tropischen Wäldern Westafrikas stammend, wächst sie dort zu einem stattlichen Baum heran, während sie im Zimmer meist deutlich kompakter bleibt. Sie reagiert empfindlich auf Standortwechsel und Zugluft und wirft dabei gerne einzelne Blätter ab, weshalb ein einmal gefundener Platz möglichst beibehalten werden sollte. Regelmäßiges Abstauben der großen Blätter fördert nicht nur die Optik, sondern auch die Photosynthese. Trotz ihres empfindlichen Rufs gehört sie bei stabilen Bedingungen zu den eindrucksvollsten Solitärpflanzen für helle Räume.
Allgemeiner Richtwert für „Geigenfeige“ (Ficus lyrata) — kein Ersatz für eine individuelle Beratung, z. B. bei Haustieren im Haushalt oder besonderen Standortbedingungen.
Die Geigenfeige mag es hell, aber ohne direkte Mittagssonne auf den Blättern – die können davon regelrecht verbrennen und braune Flecken bekommen. Genauso wichtig wie das Licht ist aber die Konstanz: Ein fester Platz, an dem sie stehen bleiben darf, ist ihr lieber als der schönste Standort, wenn sie ständig umgestellt wird.
Zwischen den Wassergaben sollte die obere Erdschicht spürbar antrocknen. Staunässe verträgt die Geigenfeige gar nicht gut und reagiert oft mit dunklen Flecken auf den großen Blättern – ein Zeichen, das viele fälschlicherweise erst für einen Pilzbefall halten, obwohl meist einfach zu viel gegossen wurde.
Während der Wachstumszeit von März bis September freut sie sich über eine Düngergabe etwa alle vier Wochen. Umgetopft wird alle zwei Jahre, am besten im Frühling, wenn ohnehin gerade neues Wachstum einsetzt.
Kaum hat man die Geigenfeige an einen neuen Ort gestellt oder im Zimmer gedreht, wirft sie oft erstmal ein paar Blätter ab – das ist bei dieser Pflanze fast schon normal und kein Grund zur Panik. Nach ein paar Wochen an ihrem festen Platz stabilisiert sie sich in der Regel wieder und treibt neu aus.
Wie bei vielen Ficus-Arten tritt bei Verletzungen ein weißlicher Milchsaft aus, der Haut und Schleimhäute reizen kann. Vorsicht ist besonders beim Formschnitt geboten, am besten mit Handschuhen.
Ursprünglich stammt die Geigenfeige aus den tropischen Tieflandwäldern Westafrikas, wo sie im Schatten größerer Bäume beginnt und sich mit der Zeit selbst zu einem stattlichen Baum entwickelt. Ihre auffällig geigenförmigen Blätter mit der markanten Aderung haben ihr sowohl den deutschen als auch den botanischen Namen (lyrata, „leierförmig“) eingebracht.
Interaktive Werkzeuge — probier sie aus, die Angaben basieren auf den Steckbrief-Daten dieser Pflanze.
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Mäßig, antrocknen lassen
Hell, keine direkte Mittagssonne
Milchsaft reizend
In der Regel 150–250 cm.
Der Schwierigkeitsgrad wird als „Fortgeschritten“ eingeschätzt.
Meist über Kopfstecklinge im Frühjahr; manche Arten (z. B. Ficus) auch über Luftableger bei größeren Pflanzen.
Die folgenden Angaben gelten für die Pflanzenfamilie „Bäume & Großgrün“ allgemein, nicht ausschließlich für diese Art.
Meist über Kopfstecklinge im Frühjahr; manche Arten (z. B. Ficus) auch über Luftableger bei größeren Pflanzen.
Blattfall ist häufig eine Reaktion auf Standortwechsel oder Zugluft — nach einer Eingewöhnungszeit meist unbedenklich.
Alle 2 Jahre im Frühjahr, bei größeren Exemplaren reicht oft ein Austausch der oberen Substratschicht.
März bis September alle 4 Wochen mit stickstoffbetontem Grünpflanzendünger, im Winter aussetzen.
Mittel, 40–50 % — trockene Heizungsluft im Winter nach Möglichkeit ausgleichen.
Tropische und subtropische Regionen, viele ursprünglich als große Waldbäume.
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