Aglaonema commutatum
âKolbenfadenâFamilie/Gruppe: Aroide (AronstabgewĂ€chse) â Register-Nr. 016
Ihren umgangssprachlichen Namen âStummer SchwĂ€tzerâ verdankt die Dieffenbachie einer unangenehmen Eigenschaft: Der Pflanzensaft enthĂ€lt Calciumoxalat-Kristalle, die bei Kontakt mit Mund oder Rachen vorĂŒbergehend zu Sprachschwierigkeiten fĂŒhren können. Die groĂen, oft cremeweiĂ oder gelb gemusterten BlĂ€tter machen sie trotzdem zu einer der auffĂ€lligsten Blattschmuckpflanzen fĂŒr helle Zimmerecken. In ihrer mittelamerikanischen Heimat wĂ€chst sie im Unterholz tropischer WĂ€lder und ist an gedĂ€mpftes, aber ausreichendes Licht gewöhnt. Mit der Zeit verliert sie ihre unteren BlĂ€tter und bildet einen sichtbaren, palmenĂ€hnlichen Stamm aus. Wegen der Giftigkeit sollte sie in Haushalten mit kleinen Kindern oder Haustieren mit Bedacht platziert werden.
Allgemeiner Richtwert fĂŒr âKolbenfadenâ (Aglaonema commutatum) â kein Ersatz fĂŒr eine individuelle Beratung, z. B. bei Haustieren im Haushalt oder besonderen Standortbedingungen.
Kaum eine Zimmerpflanze kommt mit wenig Licht so gut zurecht wie der Kolbenfaden. Er wĂ€chst noch in Ecken, die fĂŒr die meisten anderen Pflanzen zu dunkel wĂ€ren â muss dafĂŒr aber auch keine direkte Sonne bekommen, die ihm eher schadet als nĂŒtzt.
Zwischen den Wassergaben darf die obere Erdschicht antrocknen, komplette Trockenheit mag er aber nicht. Am wohlsten fĂŒhlt er sich bei gleichmĂ€Ăiger, mĂ€Ăiger Feuchtigkeit ohne groĂe Schwankungen.
Von MĂ€rz bis September reicht eine DĂŒngergabe alle vier Wochen. Umgetopft wird alle zwei Jahre, in ein lockeres, durchlĂ€ssiges Substrat.
Der Kolbenfaden gehört zu den klassischen BĂŒropflanzen, weil er sowohl mit kĂŒnstlichem Licht als auch mit unregelmĂ€Ăiger Pflege gut zurechtkommt. Je nach Sorte variiert die Blattfarbe von dunkelgrĂŒn ĂŒber silbrig gemustert bis hin zu rötlichen Tönen, was ihn optisch vielseitiger macht, als man auf den ersten Blick denkt.
Wie viele AronstabgewĂ€chse enthĂ€lt auch der Kolbenfaden Calciumoxalat-Kristalle, die bei Verzehr zu Reizungen im Mundraum fĂŒhren können. Katzen und Hunde sollten deshalb keinen Zugang zu den BlĂ€ttern haben.
UrsprĂŒnglich stammt der Kolbenfaden aus dem Unterholz sĂŒdostasiatischer RegenwĂ€lder, wo er im dichten Schatten gröĂerer BĂ€ume wĂ€chst. Genau diese Herkunft erklĂ€rt, warum er sich in schattigen Wohnungsecken so wohlfĂŒhlt, wo viele andere Zimmerpflanzen lĂ€ngst aufgeben wĂŒrden.
Interaktive Werkzeuge â probier sie aus, die Angaben basieren auf den Steckbrief-Daten dieser Pflanze.
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Die folgenden Angaben gelten fĂŒr die Pflanzenfamilie âAroide (AronstabgewĂ€chse)â allgemein, nicht ausschlieĂlich fĂŒr diese Art.
Die meisten Arten lassen sich einfach ĂŒber Stecklinge mit mindestens einem Blattknoten in Wasser oder Erde vermehren.
Gelbe BlÀtter deuten meist auf zu viel Wasser hin, braune Spitzen auf zu trockene Luft. Spinnmilben und WolllÀuse treten gelegentlich auf.
Alle 1â2 Jahre im FrĂŒhjahr, sobald die Wurzeln den Topf ausfĂŒllen. Lockeres, durchlĂ€ssiges Substrat mit Anteilen von Rinde oder Perlite.
MĂ€rz bis September alle 4 Wochen mit einem stickstoffbetonten FlĂŒssigdĂŒnger, im Winter pausieren.
Hoch, 50â60 % ideal â gelegentlich besprĂŒhen oder auf ein Kiesbett mit Wasser stellen.
Tropische RegenwĂ€lder Mittel- und SĂŒdamerikas sowie SĂŒdostasiens.
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